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Current Issues Newsletter Newsletter 1/2018

Newsletter 1/2018

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Schulpatenschaften In Sierra Leone

Seit 2015, mit dem Start des Projekts zum Bau einer Schule im Dorf Big Water Village, haben wir auch intensiv damit begonnen, verstärkt Schulpatenschaften für Sierra Leone aufzubauen. Wie im Newsletter 2017 berichtet hatten wir bis Mitte 2017 bereits 20 Schulpatenschaften in unserer Verwaltung. Mit Stand zum September 2018 sind wir jetzt bei 72 Schulpatenschaften.
Die organisatorischen Voraussetzungen wurden geschaffen und funktionieren bestens. Wir haben vor Ort einen Verantwortlichen, mit dem wir die Abwicklungsprozesse besprochen und festgelegt haben.


Die erste Schule in Big Water Village (Sierra Leone)

Das Dorf Big Water Village wird vom Verein Hilfe für West-Afrika e.V. seit beinahe 25 Jahren immer wieder besucht und unterstützt. Im August 2017 waren unsere Vorstandsmitglieder Renate Müller, Falko Steinhilber und Bastian Steinhilber wieder in Sierra Leone und dabei haben natürlich auch wieder das Big Water Village besucht.
Wie früher schon berichtet, hat Big Water Village selbst keine Schule, alle Kinder, selbst die Kleinsten, müssen täglich in die weit entfernte Ortschaft York gehen, rund 1,5 Stunden Fußmarsch, um überhaupt in die Schule gehen zu können. Deshalb hatten wir im Verein ein Projekt gestartet, damit nun endlich auch dieses Dorf eine Schule bekommen kann. Wie üblich haben wir das Projekt in einzelne zu realisierende Abschnitte aufgeteilt und dies natürlich auch immer unter der aktiven Mitwirkung der Dorfgemeinschaft. Dank zweckgebundener Spenden für Projekte in Sierra Leone konnte in 2017 mit dem Rohbau des Schulgebäudes begonnen werden.
Aufgrund weiterer zahlreicher Sponsoren konnten wir bis heute weitere Spendengelder nach Sierra Leone überweisen, sodass das Schulgebäude kurz vor der Fertigstellung steht.
Im Vorstand hatten wir in 2017 beschlossen, dass der jährliche Patenbeitrag für neue Paten künftig 75€ beträgt. Den Differenzbetrag zu den bisherigen 65€ werden wir für die Anstellung von Lehrkräften an der neuen Schule verwenden.
Wir bedanken uns bei allen bisherigen Sponsoren ganz herzlich und bitten, uns auch in diesem Projekt weiter zu unterstützen.


Aktueller Stand der Schul-Kinder-Patenschaften

Neben den bisherigen Patenschaften in Gambia haben wir inzwischen auch neue Patenschaften in Sierra Leone, wie oben berichtet. Die Anzahl der Patenschaften ist wie in den Vorjahren in etwa stabil, d.h. jährliche Abgänge durch Beendigung des Schulbesuches werden durch neue Patenschaften ausgeglichen.
Wie üblich informieren wir die Paten frühzeitig über das Patenschaftsende, verbunden mit der Anfrage, ob eine neue Folgepatenschaft zugeordnet werden kann. Leider verursacht die sehr schleppende Rückmeldung der angeschriebenen Paten einen erheblichen zeitlichen Aufwand. Oft müssen wir die Paten mehr als 2 Mal anschreiben bzw. nachtelefonieren. Dies erzeugt zusätzliche Kosten!
Wir bitten alle Paten, uns auch weiterhin tatkräftig durch Übernahme einer Patenschaft zu unterstützen. Schulbildung ist der Schlüssel für die Verbesserung der Lebensumstände der Menschen in Afrika.


Vorschul-Patenschaften bei der Wesley Contemporary Nursery School (WCNS)

Aufgrund der finanziellen Schwierigkeiten des Hauptträgers der WCNS (wir berichteten in den Newslettern 2016 und 2017 darüber), die Wesley Church, hatten wir im Vorstand des Vereins Hilfe für West-Afrika e.V. beschlossen, in Zukunft die Unterstützung der WCNS als strategisches Projekt weiter zu intensivieren. D.h. dass wir schwerpunktmäßig nach Sponsoren für Kinder an dieser Schule werben werden, um zukünftig wesentlich mehr bedürftigen Kleinkindern den Schulbesuch ermöglichen zu können. Damit können wir auch helfen zu vermeiden, dass Klassen mangels Kinder geschlossen werden müssen. Glücklicherweise ist es uns gelungen, nach einer deutlichen Zunahme der Patenschaften in 2016 und 2017, die Zahl der betreuten Schulkinder auch in 2018 zu halten. Hierzu gilt unser besonderer Dank den vielen Sponsoren.
Auch beim letzten Besuch im April/Mai 2018 konnten wir uns davon überzeugen, dass die Patenschaften ordnungsgemäß abgewickelt werden. Ein ganz besonderer Dank hierzu geht daher an die verantwortliche Schulleiterin Irene Taylor, die mit vorbildlichem Einsatz die Schule leitet und die Abwicklung des Patenschaftsprozesses sicherstellt.
Dank einiger zusätzlicher Spenden können wir nun den Vorplatz vor den Klassenzimmern renovieren und damit die Unfallgefahr deutlich verringern.


Jährliche Reisaktion für die Patenkinder

Wie jedes Jahr, haben wir auch bei unserem letzten Besuch in Gambia im April/Mai 2018 von den spezifischen jährlichen Spenden der Paten für die Schulkinder Reissäcke bei örtlichen Reishändlern gekauft. Während mehrerer Tage konnten wir den Kindern die Reissäcke überreichen. Diese Geschenke der Paten an die Kinder werden herzlich angenommen, sichern sie doch für eine gewisse Zeit die Ernährung der Familie. Wir erleben jedes Jahr eine ausgesprochen herzliche Dankbarkeit bei der Übergabe der Reissäcke. Man kann sich als Europäer kaum vorstellen, welchen Wert ein Sack Reis für eine Familie hat! Erst die unmittelbare Erfahrung vor Ort führt uns den Wert eines solchen Geschenkes vor Augen.
Für die nächste Reisaktion 2018/19 haben wir im Vorstand jedoch eine Änderung in der Größe der Reissäcke beschlossen und werden deshalb nur noch 25kg Reissäcke verteilen. Diese Änderung beruht auf unserer Erfahrung vor Ort während der Übergabe. Einerseits benötigen wir immer mehr Tage, bis alle Eltern die Säcke erhalten. Eine Ursache liegt darin, dass zum Transport eines 50kg Reissackes in sehr vielen Fällen der Vater mit an die Schule kommen muss, der aber oft berufstätig ist und nicht unbedingt dann Zeit hat an die Schule zu kommen, wenn wir vor Ort sind. Dies erfordert einen sehr großen organisatorischen und personellen Aufwand. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass bei 25kg die Mütter einen solchen Reissack durchaus tragen können und deshalb dann auch zum vereinbarten Termin an die Schule kommen. Hinzu kommt der Umstand, dass wir ja zentral an der Lamin Daranka Schule die Reissäcke lagern und verteilen, wir aber an weiteren Schulen Patenkinder haben und deshalb die Transportwege für die Eltern teilweise relativ lang sind.


Unterrichtsausstattung für die Secondary School in Sanyang

Über das Projekt für die Schulmöbel in Sanyang haben wir bereits 2016 und 2017 ausführlich berichtet, der detaillierte Projektplan wurde auch in den Sozialen Medien publiziert.
Während unseres Besuchs im April/Mai 2018 konnten wir uns dann wieder persönlich vom erfolgreichen Abschluss des Projektes überzeugen.
Die neue Secondary Schule hat inzwischen ihren Unterrichtsbetrieb aufgenommen. Der Science-Unterricht (Physik, Chemie und Biologie) erfolgte aber größtenteils nur theoretisch, da keinerlei Ausstattung für diese Unterrichtsfächer vorhanden war. Ab und an wurde von anderen Schulen z.B. ein Mikroskop ausgeliehen usw. Deshalb haben wir in 2017 einen weiteren Projektabschnitt begonnen. Für die Erstausstattung mit Unterrichtsmaterialien lag dann eine detaillierte Kostenabschätzung vor, die vom Schuldirektor definiert wurde. Als Resultat eines Spendenaufrufs in den Sozialen Medien konnten wir den erforderlichen Betrag in 2017 an die Schule übergeben, sodass jetzt zumindest eine Erstausstattung vorhanden ist.
Der Aufbau einer Secondary Schule in Sanyang findet inzwischen einen so großen Anklang, d.h. immer mehr Schüler haben Interesse für eine weiterführende Schule, dass die Gemeinde Sanyang beschlossen hat, hierfür ein neues Schulgebäude zu bauen, in dem dann wesentlich mehr Schüler aufgenommen werden können. Dies bedingt dann aber natürlich auch weitere Schulmöbel und wesentlich mehr Lehrmaterial. Glücklicherweise haben wir durch den oben genannten Spendenaufruf zahlreiche Spenden erhalten, sodass wir nach Fertigstellung des neuen Schulgebäudes weitere Schulmöbel und Lehrmaterialien bereitstellen können. Dies erfolgt dann wie immer in enger Abstimmung mit dem Schulleiter.
Im Juli 2018 fand eine Dankesfeier mit der Schulleitung und Vertretern der Gemeinde statt, bei der Hilfe für West-Afrika e.V. der Dank für die Unterstützung ausgesprochen und als äußeres Zeichen eine „Urkunde“ überreicht wurde.
Da wir auch künftig die Secondary School weiter unterstützen möchten, insbesondere mit ausreichenden Lehrmaterialien, bitten wir auch hier um weitere Spenden.


Unterstützung Studium für Ebrima

Bereits seit September 2015 unterstützen wir einen jungen Mann in Gambia, damit er ein Jura-Studium durchführen kann.
Ebrima hat eine Schulausbildung absolviert, sogar eine weiterführende Ausbildung im Fach Recht hat er erfolgreich beendet. Er war als Polizist angestellt und verdiente monatlich rd. 40€. Zum Juni 2015 lief sein Vertrag aus und wenn er keine anderen Perspektiven bekommen hätte, hätte er ihn verlängern müssen. Dabei wurde ihm aber in Aussicht gestellt, dass er dann ggf. zur Bewachung des Parlamentsgebäudes in Banjul oder gar zu Einsätzen in Äthiopien oder ähnlichen Kampfgebieten abgestellt werden würde.
Ebrima möchte seinem Land helfen und zu Veränderungen zum Guten beitragen. Deshalb ist es sein größter Wunsch, dass er an der Universität von Gambia Recht studieren kann. Aufgrund zweckgebundener Spenden konnte er in den bisherigen 3 Studienjahren zeigen, dass er sehr eifrig und zielstrebig sein Studium durchgeführt. Das gesamte Studium dauert 4 Jahre und kostet pro Jahr ca. 1.000€ inkl. aller Bücher, Unterlagen, Fahrtkosten und sonstigen Nebenkosten.
Glücklicherweise können wir ihm nun auch das letzte Studienjahr finanzieren, da diebisher eingegangenen zweckgebundenen Spenden dafür auch ausreichen. Unser Dank gilt allen Sponsoren.
Wir stehen regelmäßig und auch persönlich mit Ebrima in Kontakt und erhalten so auch die Informationen über den Verlauf des Studiums. Bisher sind wir sehr zuversichtlich, dass er auch den Abschluss planmäßig und gut schaffen wird.


Familienhilfe

Wie jedes Jahr, so haben wir auch in 2018, einigen Familien aufgrund von zweckgebundenen Spenden eine Hilfe zukommen lassen können. In der Regel betreuen wir diese Familien schon seit vielen Jahren, intensive Freundschaften sind dabei entstanden. Und zudem erleben wir Europäer hier immer wieder hautnah, wie schwer das tägliche Leben in Gambia und Sierra Leone eigentlich ist, was die größten Sorgen im Alltag, was die größten Schwierigkeiten zur Bewältigung des Lebens sind. Somit ist diese Form der Hilfsleistung auch gleichzeitig ein ganz persönliches und intensives Erleben für einen Jeden von uns.
Unter anderem haben wir in 2017 (wir berichteten) einer Familie einen Second-Hand-Kühlschrank zukommen lassen können. Die Mutter der Familie hat die Idee, dass sie aus den Früchten aus ihrem Garten Fruchtsäfte machen möchte und diese, kühl gelagert, dann in der Nachbarschaft bzw. im Dorf verkaufen kann. Somit könnte sie zu einem kleinen Beitrag zum Unterhalt der Familie beitragen. Bei unserem Besuch im April/Mai 2018 konnten wir uns davon überzeugen, dass sie damit Erfolg hat. Wir können hier von einer Verbesserung der Lebensumstände der Familie berichten ein weiterer Nachweis der Nachhaltigkeit unserer Hilfsleistungen.

 

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