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Press Press 2009 Westafrika-Infoabend mit Bildern in der Talheimer Turnhalle

Westafrika-Infoabend mit Bildern in der Talheimer Turnhalle

Jede Menge Mangos haben Mitglieder des Vereins „Hilfe für Westafrika“ im April in Gambia wieder zu Marmelade verarbeitet. Bei einem Infoabend am Samstag in der voll besetzten Talheimer Turnhalle zeigten die „Westafrikahelfer“ Bilder von ihrer letzten Reise.

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Talheim. 22 Steinlachtäler machten sich im April auf den Weg nach Gambia. Im Gepäck: stapelweise Hilfsgüter wie Töpfe und Gsälzgläser für das „Marmeladenprojekt“, aber auch Fahrräder, Kleidung und über 300 Geschenkpäckchen für gambianische Patenkinder an der „Lamin Daranka School“.

Seit elf Jahren betreut der Talheimer Verein die Schule, junge Westafrikaner/innen erhalten hier unter anderem eine Ausbildung als Näherin, Mechaniker, Schreiner, Sekretär oder Buchhalter. „Mit dem, was sie lernen, versuchen sie sich später selbstständig zu machen“, erklärte Renate Müller bei der Bilderschau; gemeinsam mit Falko Steinhilber hat die Talheimerin den Verein gegründet.

„Hilfe für Westafrika“ kümmert sich nicht nur um die Ausstattung von Schulen, Lehrwerkstätten und Krankenhäusern in Gambia, sondern unterstützt auch Dörfer in Sierra Leone, zum Beispiel durch den Aufbau von Krankenstationen sowie durch landwirtschaftliche Projekte - Hilfe zur Selbsthilfe wird groß geschrieben.

Beim „Marmeladenprojekt“ etwa bekommen Einheimische gezeigt, wie Mangos, die es in Gambia massenhaft gibt und die sonst oftmals verkommen, zu Konfitüre verarbeitet werden können. Bilder zeigen, wie junge Afrikanerinnen mit Mundschutz, weißer Schürze und Kopftuch im Freien sitzend reife Mangos schnippeln.

„An Interesse fehlt es keinesfalls, die Leute haben uns regelrecht belagert und wollten am liebsten jeden Tag Marmelade kochen“, berichtete Renate Müller. Wer keine Marmeladengläser habe, der fülle die Konfitüre, die bei den klimatischen Verhältnissen in Westafrika nur knapp ein halbes Jahr hält, auch schon mal in Schüsseln. Eine Marmeladenfabrik wolle man nicht aufmachen – „das soll ein Selbstläufer werden“, hofft Renate Müller.

So einiges hat sich auch beim „Fahrradprojekt“ getan: Der Verein hat eine Fahrradwerkstatt aufgebaut, Dorfboten, Schüler und Lehrer können die Drahtesel zur Fortbewegung nutzen, teilweise müssen weite Strecken zurückgelegt werden. Auch Fahrradanhänger werden gebaut, darin können Waren für den Verkauf zum Markt transportiert werden. „Wir haben die Leute so weit unterrichtet, dass sie in der Lage sind, Reparaturen mittlerweile auch selbst durchzuführen“, so Müller. Material lagere jetzt auf Regalen: „Das ist etwas ganz Neues drüben, denn wo hat ein Afrikaner Nägel und Dübel her, wenn nicht von uns?“ Diverse andere Projekte laufen noch, darunter eines mit Computern.

Hoch her gehe es jedes Mal bei der Verteilung der mitgebrachten Güter, sagte Müller: „Da ist immer jemand mit einem Stock dabei, um die Leute ein bisschen im Zaum zu halten.“ Ein Stück Kleidung pro Person gab es für jeden, der kam – „egal was“; mehrere Schüler-Fußballmannschaften konnten außerdem mit Trikots ausgerüstet werden. Auch zu kaufen gab es am Samstagabend allerlei: Handgearbeitetes aus Afrika – Ketten aus buntgefärbter Kokosnussschale, Schoten vom Affenbrotbaum, als Tischdeko oder Rhythmikinstrument verwendbar, Schlüsselanhänger aus Kuhhorn und natürlich Susanne Schwarz´ Mango-Fruchtaufstrich.

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