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Current Issues Newsletter Newsletter 1/2017

Newsletter 1/2017

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Der 1. Newsletter 2017 ist erschienen. Lesen Sie aktuelles aus unserer Vereinstätigkeit


Ein Beispiel der Nachhaltigkeit unserer Projekte

Wie inzwischen üblich, haben wir auch bei unserer Reise im April 2017 wieder das Dorf Kappa besucht. Und wir konnten uns auch in diesem Jahr wieder von der Nachhaltigkeit unserer Projekte überzeugen. In Kappa hatten wir ja eine Solar-Brunnenanlage und ein Wasser-Reservoir-System gebaut, sodass die Gemeinde nun das ganze Jahr über Obst und Gemüse anbauen und ernten kann. Wie vereinbart werden die Wartungskosten für die Brunnenanlage aus den Geldern erbracht, die durch den Verkauf von Obst und Gemüse auf den Märkten eingenommen werden.
Wir haben gesehen, dass nach über 3 Jahren Betrieb des Bewässerungssystems des Agrargeländes immer noch einwandfrei läuft. Die Lebensbedingungen der Menschen im Dorf haben sich damit deutlich verbessert.

Schulpatenschaften In Sierra Leone

Bis zum 11. Januar 2016 waren die Schulen in Sierra Leone geschlossen, seit dem wird versucht wieder einen einigermaßen geregelten Schulbetrieb durchzuführen. Aber wie in den armen Ländern leider üblich mangelt es oft am notwendigen Schulgeld durch die Eltern. Erschwerend kommt in Sierra Leone noch die teils dramatische Situation der Lebensumstände nach der letzten Ebola-Epidemie hinzu. Deshalb möchte Hilfe für West-Afrika e.V. hier weiter verstärkt um Paten in Deutschland werben, die mit 65€ im Jahr einem Kind den Schulbesuch ermöglichen. Wir bitten eindringlich um Unterstützung, helfen Sie dabei mit, dass Kinder eine gute Grundlage für ein besseres Leben schaffen können.
Die Organisatorischen Voraussetzungen wurden geschaffen. Wir haben vor Ort einen Verantwortlichen, mit dem wir die Abwicklungsprozesse besprochen und festgelegt haben. Inzwischen konnten wir schon für rd. 20 Kinder Paten in Deutschland finden.

 

Die erste Schule in Big Water Village (Sierra Leone)

Am Ende der Whale Bay liegt das Dorf Big Water Village. Dieses Dorf wird vom Verein Hilfe für West-Afrika e.V. seit beinahe 25 Jahren immer wieder besucht und unterstützt. Im August 2017 werden unsere Vorstandsmitglieder Renate Müller, Falko Steinhilber und Bastian Steinhilber wieder nach Sierra Leone Reisen und dabei natürlich auch wieder das Big Water Village besuchen.
Big Water Village selbst hat keine Schule, alle Kinder, selbst die Kleinsten, müssen täglich in die weit entfernte Ortschaft York gehen, rund 1,5 Stunden Fußmarsch, um überhaupt in die Schule gehen zu können. Deshalb hatten wir im Verein ein Projekt gestartet, damit nun endlich auch dieses Dorf eine Schule bekommen kann. Wie üblich haben wir das Projekt in einzelne zu realisierende Abschnitte aufgeteilt und dies natürlich auch immer unter der aktiven Mitwirkung der Dorfgemeinschaft. Dank zweckgebundener Spenden für Projekte in Sierra Leone konnten wir den Dorfältesten die Bereitstellung von 6.000€ zusagen. Mit diesem Geld wurde nun mit dem Bau der ersten Klassenräume begonnen werden. Hierzu wurde ein geeignetes Grundstück am Rande des Dorfes bereitgestellt. Inzwischen haben Einwohner des Dorfes auch schon mit dem Rohbau der Gebäude begonnen. Frau Müller und die beiden Steinhilbers werden sich dann vor Ort vom Stand der Baumaßnahmen informieren.
Wir bedanken uns bei allen bisherigen Sponsoren ganz herzlich und bitten, uns auch in diesem Projekt weiter zu unterstützen.

 

Geburts-Kinderklinik in Kenema (Sierra Leone)

Kenema ist mit einer Einwohnerzahl von etwa 155.000 die drittgrößte Stadt in Sierra Leone. Die vorhandenen Diamantenfelder werden heute immer noch ausgebeutet und sind einen bedeutenden Wirtschaftsfaktor für die Gegend und das ganze Land. Leider kommt bei der Bevölkerung so gut wie nichts davon an. Deshalb unterstützt mit verschiedenen Projekten seit vielen Jahren Hilfe für West-Afrika e.V. unter anderem die dort lebenden Menschen. Insbesondere seit der letzten Ebola-Epidemie hat sich die Lage noch weiter verschlechtert.
Wie wir bereits früher berichtet haben, hat unser Freund und Vereinsmitglied Samuel T. John, ein Unternehmer aus Freetown, die Baukosten für eine Geburts-Kinderklinik am Rande von Kenema privat aus eigener Tasche bezahlt. Bei unserem letzten Besuch vor Ort waren die Gebäude kurz vor der Fertigstellung.
Zwischenzeitlich konnten wir aufgrund zahlreicher Spenden das erforderliche Mobiliar sowie die wesentlichen dazugehörenden Klinik-Gerätschaften beschaffen. Inzwischen haben wir einen Container mit diesen Hilfsgütern beladen und auf den Weg nach Sierra Leone gebracht.
In der zweiten Augusthälfte werden unsere Vorstandsmitglieder Renate Müller, Falko Steinhilber und Bastian Steinhilber nach Sierra Leone reisen und dort den Transport der Hilfsgüter aus dem Container nach Kenema zu organisieren, so dass die Geburts-Kinderklinik dann auch zeitnah ihren Betrieb aufnehmen kann.
Es macht uns besonders stolz, dass die Klinik auf Vorschlag der Gemeinde Kenema nach unserem Verein benannt werden soll. Mit diesem Projekt tragen wir sehr dazu bei, dass Neugeborene nicht schon bei der Geburt in Lebensgefahr geraten oder gar schon sterben müssen.
Wir bedanken uns bei allen Spendern ganz herzlich und werden über den Fortgang des Projektes weiter berichten.

 

Aktueller Stand der Schul-Kinder-Patenschaften

Neben den bisherigen Patenschaften in Gambia haben wir inzwischen auch neue Patenschaften in Sierra Leone, wie oben berichtet. Die Anzahl der Patenschaften ist in etwa stabil, d.h. jährliche Abgänge durch Beendigung des Schulbesuches werden durch neue Patenschaften ausgeglichen.
In 2017 haben wir jedoch außerordentlich viele gesponserte Kinder, die die Schule planmäßig beenden und hoffen, dass wir trotzdem den Stand an Patenschaften insgesamt halten können.
Wie üblich informieren wir die Paten frühzeitig über das Patenschaftsende, verbunden mit der Anfrage, ob eine neue Folgepatenschaft zugeordnet werden kann. Leider verursacht die sehr schleppende Rückmeldung der angeschriebenen Paten einen erheblichen zeitlichen Aufwand. Oft müssen wir die Paten mehr als 2 Mal anschreiben bzw. nachtelefonieren. Dies erzeugt zusätzliche Kosten!
Wir bitten alle Paten, uns auch weiterhin tatkräftig durch Übernahme einer Patenschaft zu unterstützen. Schulbildung ist der Schlüssel für die Verbesserung der Lebensumstände der Menschen in Afrika.


Vorschul-Patenschaften bei der Wesley Contemporary Nursery School (WCNS)

Aufgrund der finanziellen Schwierigkeiten des Hauptträgers der WCNS (wir berichteten im Newsletter 2016 darüber), die Wesley Church, hatten wir bereits in 2015 im Vorstand des Vereins Hilfe für West-Afrika e.V. beschlossen, in Zukunft die Unterstützung der WCNS als strategisches Projekt weiter zu intensivieren. D.h. dass wir schwerpunktmäßig nach Sponsoren für Kinder an dieser Schule werben werden, um zukünftig wesentlich mehr bedürftigen Kleinkindern den Schulbesuch ermöglichen zu können. Damit können wir auch helfen zu vermeiden, dass Klassen mangels Kinder geschlossen werden müssen. Glücklicherweise ist es uns zwischenzeitlich gelungen die Zahl der betreuten Schulkinder deutlich zu erhöhen. Hierzu gilt unserer
besonderer Dank den vielen Sponsoren.
Jetmir Arslani (Geschäftsführung) und Mohamed Koudsi (Betriebsleitung) der Firma IMEX ACS GmbH in Frankfurt haben uns für unsere Reise im März 2016 nach Gambia einen größeren Geldbetrag gespendet.
Jetzt, im April 2017, konnten wir uns davon überzeugen, dass mit dieser großzügigen Spende war, die Sanitären Anlagen an der WCNS umfassend zu sanieren, die in den letzten Jahren insbesondere während der Regenzeit doch arg beschädigt wurden.

 

Jährliche Reisaktion für die Patenkinder

Wie jedes Jahr, haben wir auch bei unserem letzten Besuch in Gambia im April 2017 von den speziellen jährlichen Spenden der Paten für die Schulkinder Reissäcke bei örtlichen Reishändlern gekauft. Während zwei Tage konnten wir den Kindern die Reissäcke überreichen. Ein Reissack (50kg) ernährt eine durchschnittliche Familie 1-2 Monate. Diese Geschenke der Paten an die Kinder werden herzlich angenommen, sichern sie doch für eine gewisse Zeit die Ernährung der Familie. Wir erleben jedes Jahr eine ausgesprochen herzliche Dankbarkeit bei der Übergabe der Reissäcke. Man kann sich als Europäer kaum vorstellen, welchen Wert ein Sack Reis für eine Familie hat! Erst die unmittelbare Erfahrung vor Ort führt uns den Wert
eines solchen Geschenkes vor Augen.

 

Unterrichtsausstattung für die Secondary School in Sanyang

Über das Projekt für die Schulmöbel in Sanyang haben wir bereits 2016 ausführlich berichtet, der detaillierte Projektplan wurde auch in den Sozialen Medien publiziert. Während unseres Besuchs im April 2017 konnten wir uns dann persönlich vom erfolgreichen Abschluss des Projektes überzeugen. Der 3. Projektabschnitt, d.h. die Schulmöbel für das 3. Klassenzimmer sind fertig produziert. Die neue Secondary Schule hat inzwischen ihren Unterrichtsbetrieb aufgenommen.
Der Science-Unterricht (Physik, Chemie und Biologie) erfolgt aber größtenteils nur theoretisch, da keinerlei Ausstattung für diese Unterrichtsfächer vorhanden ist. Ab und an wird von anderen Schulen z.B. ein Mikroskop ausgeliehen usw. Deshalb haben wir ein Projekt für die Erstausstattung der Secondary School mit dem erforderlichen Equipment für den Science-Unterricht gestartet. In einem evtl. folgenden zweiten Projektabschnitt (abhängig
vom Spendeneingang) soll dann die Erstausstattung sinnvoll erweitert werden.
Für die Erstausstattung liegt eine detaillierte Übersicht vor, die vom Schuldirektor definiert wurde. Die Kosten belaufen sich auf rd. 1.000€.
Auch hierzu bitten wir natürlich um tatkräftige Unterstützung durch Sponsoren.

 

Unterstützung Studium für Ebrima

Bereits im April 2015 wurden wir auf einen jungen Mann in Gambia aufmerksam. Ebrima hat eine Schulausbildung absolviert, sogar eine weiterführende Ausbildung im Fach Recht hat er erfolgreich beendet. Er war als Polizist angestellt und verdiente monatlich rd. 40€. Zum Juni 2015 lief sein Vertrag aus und wenn er keine anderen Perspektiven bekommen hätte, hätte er ihn verlängern müssen.
Dabei wurde ihm aber in Aussicht gestellt, dass er dann ggf. zur Bewachung des Parlamentsgebäudes in Banjul oder gar zu Einsätzen in Äthiopien oder ähnlichen Kampfgebieten abgestellt werden würde.
Ebrima möchte seinem Land helfen und zu Veränderungen zum Guten beitragen. Deshalb ist es sein größter Wunsch, dass er an der Universität von Gambia Recht studieren kann. Er hat bisher gezeigt, dass er sehr eifrig und zielstrebig seine Ausbildungen durchgeführt hat. Deshalb war und ist es uns ein Anliegen ihm das Studium zu ermöglichen. Das Studium dauert 3 Jahre und kostet pro Jahr ca. 1.000€ inkl. aller Bücher, Unterlagen, Fahrtkosten und sonstigen Nebenkosten.
Glücklicherweise konnten wir für das erste und zweite Studienjahr entsprechende Sponsoren finden und hoffen natürlich, dass wir auch das letzte Studienjahr (beginnend im September 2017) finanziert bekommen.
Wir stehen regelmäßig und auch persönlich mit Ebrima in Kontakt und erhalten so auch die Informationen über den Verlauf des Studiums. Bisher sind wir sehr zuversichtlich, dass er auch den Abschluss planmäßig und gut schaffen wird.

 

Familienhilfe

Wie jedes Jahr, so haben wir auch in 2017, einigen Familien aufgrund von zweckgebundenen Spenden eine Hilfe zukommen lassen können. In der Regel betreuen wir diese Familien schon seit vielen Jahren, intensive Freundschaften sind dabei entstanden. Und zudem erleben wir Europäer hier immer wieder hautnah, wie schwer das tägliche Leben in Gambia und Sierra Leone eigentlich ist, was die größten Sorgen im Alltag, was die größten Schwierigkeiten zur Bewältigung des Lebens sind. Somit ist diese Form der Hilfsleistung auch gleichzeitig ein ganz persönliches und intensives Erleben für einen Jeden von uns.
Unter anderem haben wir dieses Jahr einer Familie einen Second-Hand-Kühlschrank zukommen lassen können. Die Mutter der Familie hat die Idee, dass sie aus den Früchten aus ihrem Garten Fruchtsäfte machen möchte und diese, kühl gelagert, dann in der Nachbarschaft bzw. im Dorf verkaufen kann. Somit könnte sie zu einem kleinen Beitrag zum Unterhalt der Familie beitragen. Sollte sie damit Erfolg haben, wäre dies neben dem Nachweis der Nachhaltigkeit unserer Hilfsleistungen auch eine Verbesserung der Lebensumstände der Familie.
Auch die Familien, denen wir aufgrund zweckgebundener Spenden in diesem Jahr die auf dem Markt gekauften Ziegen überreichen durften, konnten ihr Glück kaum fassen. Eine Ziege bzw. ein Ziegenpärchen stellt schon eine gewisse Verbesserung des täglichen Lebens der Familie dar. Aber wir möchten alle Interessierten, Sponsoren und Leser darauf hinweisen, dass wir wegen des hohen Aufwands eines Ziegenkaufs (Kauf und Transport), dies nur eingeschränkt machen können und bitten hierfür um Verständnis.


Informationen über Hilfe für West-Afrika e.V.

Aktuelle und ausführliche Informationen mit umfangreichem Bild- und Filmmaterial finden Sie im Internet
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