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Current Issues Newsletter Newsletter 1/2015

Newsletter 1/2015

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Das Brunnenbau-Projekt in Kappa wurde erfolgreich abgeschlossen.

Nachdem Anfang 2014, Dank der zahlreichen Spender, das Bohrloch für den Brunnenbau im Dorf Kappa (60 Meter Bohrtiefe!) fertiggestellt werden konnte, bestand die Herausforderung, genügend Gelder für die Fertigstellung der gesamten Bewässerungsanlage zu bekommen. Hierzu nutzten wir u.a. zahlreiche Kontakte zu diversen Unternehmen. Zwischenzeitlich kamen dann auch die versprochenen Finanzmittel vom Ministerium für Bildung im Dorf an, sodass mit der Planung für den Weiterbau begonnen werden konnte. Ebenfalls konnte mit der Verlegung der vom Amt für Water Ressources gespendeten Rohrleitung im Boden begonnen werden, sodass später nach Fertigstellung der gesamten Anlage das Wasser in einzelne Quadratabschnitte des Agrargeländes geleitet werden kann.

Hierzu wurden auch 9 kleine zisternenartige Auffangbecken durch die Dorfbewohner gebaut. Auch die Dorfbewohner selbst haben, soweit es ihren Möglichkeiten entspricht, Geld gesammelt und beteiligten sich damit, neben den handwerklichen Tätigkeiten, auch finanziell an ihrem Projekt.
Aufgrund der Ebola-Epidemie waren wir dann leider in 2014 nicht mehr im Lande, somit stockte auch die Fertigstellung der gesamten Bewässerungsanlage. Zwischenzeitlich nutzten wir aber die Zeit und haben in zahlreichen telefonischen und schriftlichen Kontakten mit den Ansprechpartnern vor Ort nach der kostengünstigsten aber doch wirksamen technischen Ausführung der Anlage gerungen. Schließlich bekamen wir dann über die Firma SWAMI ein Angebot, dass auch in etwa unseren zur Verfügung stehenden Finanzmittel entsprach. Es sollte ein Turm aus Stahl gebaut werden, auf dem ein 2000 Liter Wassertank montiert werden soll, in den das Wasser mittels einer über ein Solarpanel betriebenen Pumpe gelangen soll. Somit können dann die 9 dezentralen Wasserreservoirs gefüllt werden. Wir konnten uns dann auch trotz der großen räumlichen Entfernung auf einen Festpreis einigen.
Im April 2015 flog dann unser Vorstandsmitglied Rainer Kopf nach Gambia um das Projekt in Kappa abzuschließen. Und tatsächlich konnte er miterleben, wie die Pumpe in Betrieb genommen wurde, der Tank gefüllt wurde und unter großem Jubel der Dorfleute das erste Wasser aus der Brunnenanlage floss.
Mit dem Dorfvorsteher und der Vorsitzenden des Mother-Clubs wurde dann noch eine Vereinbarung unterzeichnet die besagt, dass der Mother-Club des Dorfes aus den jetzt zu erzielenden Einnahmen aus dem Verkauf der Agrarprodukte die Wartung der Bewässerungsanlage bestreiten wird. Dies ist für uns ein bedeutender Akt hinsichtlich unseres Mottos „Hilfe zur Selbsthilfe“.

 

 

Aktueller Stand der Projekte in Sierra Leone

Leider mussten wir auch bis jetzt 3 mal kurzfristig geplante Reisen nach Sierra Leone absagen, da weiterhin die Ebola-Epidemie akut ist, und deren Auswirkungen auch nach wie vor in der von uns zu besuchenden Regionen in Sierra Leone zu Todesfällen führt.
Im letzten Quartal 2014 haben auch wieder einen Container nach Sierra Leone senden können. Zumindest von Deutschland aus konnten wir aber die bedarfsgerechte Verteilung der Hilfsgüter aus den Containern koordinieren und sicherstellen. Den Dank der Bevölkerung erhielten wir u.a. durch zahlreiche Fotos und Videosequenzen, die uns zwischenzeitlich erreichten.
Wir hoffen, dass wir dann Anfang 2016 wieder nach Sierra Leone reisen können, zuvor werden wir aber in den nächsten Wochen einen weiteren Container den hilfsbedürftigen Menschen zukommen lassen.

 

Schul-Kinder-Patenschaften

Erfreulicherweise können wir feststellen, dass wir auch seit dem letzten Bericht in 2014 eine weitere Zunahme der Schul-Kinder-Patenschaften haben. Natürlich wurde nach Schulende für die eine oder andere Patenschaft nicht immer eine neue Patenschaft übernommen. Die Neupatenschaften haben aber dies überkompensiert.
Wie bei allen anderen Patenschaften informieren wir die Paten frühzeitig über das Patenschaftsende, verbunden mit der Anfrage, ob eine neue Folgepatenschaft zugeordnet werden kann. Leider verursacht die sehr schleppende Rückmeldung der angeschriebenen Paten einen erheblichen zeitlichen Aufwand. Oft müssen wir die Paten mehr als 2 Mal anschreiben (Porto!) bzw. nachtelefonieren.
Wir bitten alle Paten, uns auch weiterhin tatkräftig durch Übernahme einer Patenschaft zu unterstützen. Schulbildung ist der Schlüssel für die Verbesserung der Lebensumstände der Menschen in Afrika.

 

Vorschul-Patenschaften bei der Wesley Contemporary Nursery School (WCNS)

Seit Jahren betreuen wir neben den normalen Schulkinder-Patenschaften auch Patenschaften für Vorschulkinder bei der durch eine kirchliche Organisation getragenen Wesley Contemporary Nursery School (WCNS). In dieser Vorschule sind Kleinstkinder von 3-6 Jahren, deren (meist allein erziehende) Mütter sich in einer Ausbildung befinden oder für den Lebensunterhalt arbeiten müssen. Da die Kinder in der Schule ganztags untergebracht sind, kann die Mutter dann auch Ihre Ausbildung fortführen bzw. arbeiten gehen. Durch diese Unterstützung ermöglichen wir den Kleinen eine gute Ausgangsbasis um anschließend einen normalen Schulbesuch erfolgreich angehen zu können.
Die WCNS liegt in einem der ärmsten Stadtviertel der gambianischen Hauptstadt Banjul. Der ursprüngliche Träger der Schule, die Wesley Church, hat aufgrund ihrer finanziellen Schwierigkeiten die bisherige Unterstützung für die Schule einstellen müssen. Der überwiegende Teil der kleinen Schüler ist nun darauf angewiesen, dass sich genügend Sponsoren finden, die die jährliche Schulgebühr übernehmen. In diesem Betrag ist neben der erforderlichen Schuluniform und dem täglichen Vorschulunterricht auch ein warmes Mittagessen enthalten.
Durch den Wegfall der kirchlichen Unterstützung musste inzwischen schon ein Klassenzimmer geschlossen werden, da derzeit nicht mehr so viele Kinder in die Schule kommen können. Dies war bei unserem kürzlich stattgefundenen Besuch vor Ort bedrückend zu erfahren.
Deshalb hat der Vorstand des Vereins Hilfe für West-Afrika e.V. beschlossen in Zukunft die Unterstützung der WCNS als strategisches Projekt weiter zu intensivieren. D.h. dass wir ab sofort schwerpunktmäßig nach Sponsoren für Kinder an dieser Schule werben werden, um zukünftig wesentlich mehr bedürftigen Kleinkindern den Schulbesuch ermöglichen zu können.
Wir möchten alle Sponsoren und Interessenten nochmals darauf hinweisen, dass die maximale Schuldauer 4 Jahre beträgt (3. bis 6. Lebensjahr), dass es aber sein kann, dass der Schuleinstieg auch im dazwischenliegenden Zeitraum liegen und damit die Dauer für einen Sponsor daher geringer sein kann. Nach Ende der gesponserten Schulzeit schreiben wir jeden Paten an, damit wir ihm bei Zustimmung ein neues Kind zuweisen können.

 

Patenpäckchen-Aktion 2014/15
Aufgrund der erhöhten Transportkosten für Container (u.a. volle Verzollung!) hatten wir Anfang August 2014 die Paten über Änderungen in der Vorgehensweise bzgl. der jährlichen Patenpäckchen und der sich daraus ergebenden Änderung unserer künftigen Strategie informiert.
Anstelle der bisherigen Patenpäckchen für die Patenkinder der Sponsoren von Hilfe für West-Afrika wurden deshalb in diesem Jahr erstmalig Reissäcke den Kindern für sich und ihre Familien überreicht. Die Kinder und Angehörigen haben sich überschwänglich bedankt, für eine durchschnittliche Familie ist damit für rund 2 Monate das tägliche Essen gesichert!
"Dank euch habe ich jetzt endlich wieder etwas zu essen für meine Kinder, ich habe mir schon so große Sorgen gemacht" so eine Mutter, deren Tochter einen Sack Reis bekam.
Da wir den Reis bei örtlichen Händlern gekauft haben, ist dies eine weitere Aktion zur Unterstützung der inländischen Infrastruktur im Sinne der Nachhaltigkeit unserer Hilfsleistungen.

 

Information für die Patenpäckchen 2015/16
Da wir stets verantwortungsbewusst mit den uns überlassenen Spendengeldern umgehen und den sich daraus ergebenden wirtschaftlichen Überlegungen bzgl. Effizienz und Effektivität unserer Hilfsleistungen, haben wir uns im Vorstand zu einer Änderung unserer Strategie zur Verwendung der Spenden entschlossen. Aufgrund der sehr hohen Kosten für einen Containertransport sowie der Lager- und Verwaltungskosten werden wir Container nur noch in besonderen Notfällen, wie z.B. die Ebola-Epidemie in Sierra Leone, nach Afrika senden. Es ist wesentlich effizienter, wenn wir mit dem zur Verfügung stehenden Geld in die Länder reisen und dort die benötigten Hilfsmittel (z.B. Reis) bei den örtlichen Händlern kaufen und dann im Rahmen unserer Hilfsprojekte an die Bedürftigen verteilen. Neben dem Vorteil, dass wir einen wesentlich größeren finanziellen Spielraum haben, stärken wir mit dieser Vorgehensweise auch noch die örtliche Infrastruktur. Damit steigt die Wirkung unserer Hilfsleistungen erheblich.
Ebenfalls hat uns die äußerst positive Reaktion der Kinder und Eltern für unsere diesjährige Reis- Aktion (s.o.) darin bestätigt, dass unsere Strategieänderung richtig war.
Wenn Sie also auch für 2015/16 Ihrem Patenkind anstelle des bisherigen Patenpäckchens ein „Geschenk“ zukommen lassen wollen, dann überweisen Sie uns bitte den entsprechenden Betrag mit dem Verwendungszweck „Patenpäckchen“.

 

Unterstützung Jura-Studium
Aufgrund einer Anfrage zur Unterstützung eines jungen Mannes für ein Jura-Studium, der in seinem Land etwas bewegen und verändern möchte, haben wir uns dafür entschieden einen weiteren, neuen Weg zur Unterstützung von Menschen in Gambia zu gehen. Durch zweckgebundene Spenden von einigen, speziell dazu angesprochener Firmen, konnten wir bereits die ersten beiden Semester finanzieren. Anbei ein Auszug des „Bewerbungsschreibens“ des jungen Mannes:
Antrag auf Bewilligung eines Stipendiums für das Studium an der juristischen Fakultät der „University of The Gambia:
Ich bin 29 Jahre, seit 9 Jahren Polizist und hatte die Möglichkeit, eine 3-jährige Fortbildung an dem Institut GTTI auf dem Gebiet *Recht* zu machen. Diese Fortbildung war für mich berufsbegleitend, und ich hatte das Glück, dass mein vorgesetzter ‚Chief of Police‘ mich unterstützte. – Nicht mit Geld, das taten andere, sondern mit der Möglichkeit, nachmittags zum Unterricht zu gehen.
Nach 3 Jahren schloss ich diese Fortbildung sehr erfolgreich ab.
Ich war gern und bin gern Polizist. Aber ich möchte noch einen Schritt weiter gehen. Denn allein mit dieser – wenn auch guten – Fortbildung würde sich für mich und auch für Gambia wenig ändern. Und ich möchte Veränderungen.
Ein Studium an der Uni kostet ca. 1.000 € inkl. der Bücher pro Jahr. Es besteht die Möglichkeit, dass ich das Studium nach einem Jahr unterbreche und wieder aufnehmen kann, falls ein Sponsor das Geld nicht aufbringen kann. Es ist ein 3-jaehriges Studium, mit dem ich zumindest den 1. internationalen Grad in Jura erreichen könnte. Alles danach findet sich hoffentlich.
Im Juni 2015 läuft mein Vertrag mit der Polizei aus und ich möchte ihn nicht verlängern. Ich müsste u.U. Dinge tun, die ich einfach nicht mehr tun möchte. Ein Studium würde mir helfen, mir und meinen Mitmenschen weitaus besser zu helfen.
In diesem Sinne würde ich mich mehr als freuen, wenn Sie mich unterstützen würden.

 

Projekt Sanyang-Schule
Während unseres Besuchs im August 2015 in Gambia konnten wir uns gute und umfassende Eindrücke von der Situation an der Schule in der Gemeinde Sanyang machen. Deshalb haben wir beschlossen, diese Schule nun zu unterstützen. Alle erforderlichen Informationen hierzu werden künftig in einer ausführlichen Projektbeschreibung dokumentiert. Wir sind bestrebt sämtliche Projekte in einer einheitlichen, ausführlichen Art zu dokumentieren und damit auch für alle Spender und Interessenten die erforderliche Transparenz zu schaffen. Nachfolgend ein Auszug aus der Projektbeschreibung für die Schule in Sanyang:

Projekt-Name:                 Ausstattung Sanyang-Schule
Projekt-Anfang: Q3 2015 (möglichst vor Schuljahresbeginn im September)
Projekt-Ende: Q3 2016
Projekt-Ort: Gambia, Sanyang, ca. 30km südlich von Serekunda, 35 km südlich von Bakau,
13km westlich von Brikama, 6.500 Einwohner .
Projekt-Objekt: Primary Lower Basic School
,1964 erbaut,
Gebäude für die Staffs wurde durch belgische Hilfsorganisation gebaut, übrige Gebäude von der Gemeinde Sanyang,1150 Schüler, 20 Lehrerinnen, 27 Lehrer, 5 Angestellte (Hausmeister usw.), 1 Cleaner, 15 Klassenzimmer in unterschiedlichen Gebäuden in unterschiedlichem Zustand, 50-60 Schüler in einer Klasse.
Weniger Stühle und Tische als Schüler, teilweise teilen sich 2 Schüler einen Stuhl bzw. sitzen auf dem Boden.
Mit Hilfsgelder von Weltbank erfolgt teilweise Renovierung der Gebäude.
Senior Secondary School
- Damit die Kinder für die weiterführende Schule nicht kilometerlange Entfernungen zu anderen Ortschaften zurücklegen müssen wurde durch die Gemeinde Sanyang beschlossen, dass es auch hier eine weiterführende Schule (Senior Secondary School) geben soll. Hierzu wird derzeit durch die Gemeinde das erforderliche Gebäude erstellt. Bis auf den Fußboden und das Streichen der Wände ist das Gebäude in nächster Zeit bezugsfertig, es umfasst 3 Räume. Es fehlen die Geldmittel für die Klassenzimmerausstattung.
Projekt-Umfang: Klassenzimmerausstattung für Senior Secondary School.
Für eine Vollausstattung werden 150 Stühle, 75 Tische und mindestens 3 Tafeln benötigt.
Angebote für das Mobiliar liegen unverhandelt vor.
Projektumfang soll in 3 Teilabschnitte (je 1 Klas-senzimmer) zeitlich und finanziell aufgeteilt werden.
Projekt-Finanzierung: Einsatz zweckgebundener Finanzmittel, d.h. ausschließlich Spenden, die speziell für dieses Projekt gesammelt wurden (Ausnahme: es stehen freie, nicht zweckgebun-dene Mittel zur Verfügung und werden vom Vorstand/Beirat freigegeben).
Strategie-Konformität: Das Projekt, eingebettet in die Gesamtaktivitäten der Gemeinde Sanyang, entspricht unsere Strategie zum effektiven und effizienten Einsatz der Spendenmittel, d.h. keine Folgekosten, Beteiligung der Gemeinde an den Kosten im Sinne des Gesamtprojekts einer neuen Schule (Senior Secondary School) durch die Gebäudeerstellung und –unterhaltung. Da die Tische, Stühle und Tafeln vor Ort durch ansässiges Unternehmen erstellt werden, entspricht das Projekt auch unserer Strategie der Nachhaltigkeit, d.h. Stärkung der örtlichen Infrastruktur.

     
       

    

Jahreshauptversammlung 2014/15
Am 11. Juli 2015 fand in Mössingen-Talheim die Jahreshauptversammlung des Vereins „Hilfe für West-Afrika e.V.“ statt. Nach den Berichten des Schriftführers, des Schatzmeisters und der Kassenprüfer sowie der Entlastung der Vorstände fand dieses Jahr turnusmäßig die Wahl des Vorstandes statt. Nachfolgend das Ergebnis der Wahl:

1. Vorsitzender: Rainer Kopf

2. Vorsitzende: Renate Müller

Schriftführer:  Sieglinde Kopf

Schatzmeister: Bastian Steinhilber

Kassenprüfer:  Kathrin Gerstenecker, Heinz Peter

Beirat:  Falko Steinhilber, Björn Hertenberger, Heinz Peter,
Christiane Staiger, Susanne Kübler

Ein besonderer Dank gilt Renate Müller (bisher 1. Vorsitzende) und Falko Steinhilber, die in vielen Jahren mit vollstem Engagement und Leidenschaft den Verein aufgebaut und geführt haben. Die Erfahrung und der Einsatz der beiden werden auch in Zukunft eine tragende Säule bei den anstehenden Aufgaben im Verein sein.

 

Spenden können Sie auf folgendes Konto überweisen:

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IBAN: DE23641500200003267077
BIC: SOLADES1TUB

Bitte helfen Sie uns! Jeder Cent kommt an!

 

Spendenkonto

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BLZ 641 500 20
KontoNr 3267077

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BIC SOLADES1TUB