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Spontane ärztliche Hilfeleistungen

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Bei unserer letzten Reise nach Gambia vom 1. bis 15.1.2014 waren erstmalig als neue Gruppenmitglieder auch zwei junge Ärzte dabei. Patrick Krumm, Radiologe aus Tübingen und Inga Pohlenz, Neu-Ärztin aus Lübeck. Beide haben seit einiger Zeit Kontakt zu unserem Verein und wollten sich selbst einmal ein Bild unserer Aktivitäten vor Ort machen. So waren sie auch dabei, als wir uns über den Fortgang des Brunnenprojekts in Kappa bei einem Besuch im Dorf informierten.


Bereits während des warmen und herzlichen Empfangs viel den Beiden auf, dass insbesondere bei den Kindern zahlreiche Verletzungen bzw. Krankheiten offensichtlich erkennbar waren. Neben den u.a. entzündeten Pusteln der Krätze, den unterschiedlichen entzündeten Verletzungen an Armen und Beinen durch Schnitte und Kratzer sowie verschiedenen Augenleiden / -verletzungen war dies auch in großer Zahl der Befall durch Würmer.
Als wir von den beiden Ärzten darauf angesprochen wurden, haben wir spontan mit ihnen beschlossen, unseren Zeitplan für diesen Tag zu ändern, d.h. unseren Besuch im Dorf auf den ganzen Tag auszudehnen. Mit Kreativität hatten wir dann schnell im Schatten unter den Zweigen eines großen Mangobaums und einem herbeigeschafften Tisch eine kleine „Freiluftpraxis“ aufgebaut. Unterschiedliche Medikamente und das erforderliche sonstige ärztliche Zubehör hatten die Beiden zufälligerweise bzw. aus Gewohnheit eh dabei.
Schnell hatte es sich im Dorf herumgesprochen, dass Herr und Frau Doktor da sind und da dauerte es auch nicht lange, bis sich eine beachtliche Schlange vor unserer Mangobaum-Praxis eingefunden hatte. Jetzt kam es uns auch noch zu Gute, dass zu unserer Gruppe auch noch Beate Thumm gehört, die Leiterin eines Pflegeheims, die dann ebenfalls spontan insbesondere zu Anlegen von Verbänden bereit stand.
Mit Einbruch der Dämmerung mussten wir dann den Praxisbetrieb zwangsläufig schließen. Aber zumindest die wichtigsten bzw. gefährlichsten Wunden und Beschwerden konnten behandelt werden.
Es war dann auch schnell für uns klar, dass wir nach 2-3 Tagen nochmals ins Dorf mit den Ärzten fahren würden, um die erforderlichen Nachbehandlungen wie z.B. Verbandswechsel durchführen zu können. Den Bestand an verbrauchten Medikamenten konnten wir dann auch am Folgetag in einer Apotheke in Banjul wieder auffrischen.
Für unsere beiden Ärzte war dieser Einsatz vor Ort eine neue und ganz spezielle Erfahrung. Die gewonnenen Eindrücke und die gemachten Erfahrungen nehmen sie mit nach Hause, die sie wohl auch noch lange begleiten werden.
Neben dem herzlichen und durch Tanz und Gesang zum Ausdruck gebrachten Dank der Dorfbewohner beim Abschied gebührt unseren beiden Ärzten auch die Anerkennung und der ganz besondere Dank des Vereinsvorstands und der anderen Mitreisenden für ihren selbstlosen und spontanen Hilfseinsatz.

Einen Eindruck über die Arbeiten in der provisorischen Freiluftpraxis können Sie aus dem beigefügten Fotoalbum erlangen.

 

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