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Projekte in Sierra Leone Klinik in Kenema Eine neue Geburts-Kinderklinik in Kenema

Eine neue Geburts-Kinderklinik in Kenema

Am 5.1.2016 erreichten wir (Renate Müller, Falko Steinhilber und Rainer Kopf) nach etwa 6 Stunden Autofahrt Kenema. Kenema liegt nordöstlich der Hauptstadt von Sierra Leone, Freetown, und ist die Hauptstadt der Eastern-Provinz und des Distrikts Kenema. Mit einer Einwohnerzahl von etwa 155.000 ist sie die drittgrößte Stadt des Landes.


Im Großraum Kenema wurden im Jahre 1931 Diamantenfelder erschlossen, die noch heute ausgebeutet werden und einen bedeutenden Wirtschaftsfaktor für die Gegend und das ganze Land darstellen. Leider kommt bei der Bevölkerung so gut wie nichts davon an.
Während der Ebola-Epidemie der letzten zwei Jahre war Kenema ein extrem davon betroffenes Gebiet. Dies wird schon am Eingang des Hospitals sehr deutlich, wenn man die Gedenkstätte für die während der Epidemie verstorbenen Krankenhausmitarbeiter betrachtet, auf der alle Verstorbenen namentlich aufgeführt sind. Auch fällt auf, dass die „provisorisch“ erstellten Quarantäne- und Behandlungsstationen sehr wohl noch aktiv besetzt sind.
Sehr nachdenklich stimmte uns die Aussage des Klinikchefs, Dr. Mohamed A. Vandi, dass oft nur ein Betrag von 10.000 bis 20.000 Leones (= 2-3 €) zwischen Leben und Tod entscheidet, nämlich dann, wenn der Kranke diesen Betrag für die Medizin nicht zur Verfügung hat.
Derzeit steht im Rohbau ein Erweiterungsgebäude auf dem Gelände der Klinik in dem man künftig alle Virus-Krankheiten (z.B. Lassa-Fieber und Ebola) zentral behandeln möchte. Man richtet sich also darauf ein, dass solche Erkrankungen ein Dauerthema bleiben werden.
Nach einem Termin beim Oberbürgermeister von Kenema, Mr. Joseph Samba Keifala, und der Besichtigung des Krankenhauses fuhren wir dann etwas außerhalb des Stadtzentrums. Hier werden gerade drei Gebäude fertig gestellt, in der in ca. einem halben Jahr eine Geburts-Kinderklinik betrieben werden soll. Unser mitreisender Freund und Vereinsmitglied Samuel T. John, ein Unternehmer aus Freetown, bezahlte die Baukosten für die Klinik privat aus eigener Tasche. Samuel John hat uns auch schon bisher sehr großzügig unterstützt, in dem er z.B. ab und an die Kosten für den Transport eines Containers mit unseren Hilfsmitteln übernommen hat.
Gemeinsam mit Mr. John haben wir vor Ort dann das Projekt „Geburts-Kinderklinik Kenema“ gestartet. Sobald wir zurück sind, wird Hilfe für West-Afrika e.V. versuchen, sämtliches Mobiliar und die erforderlichen Klinik-Gerätschaften in Deutschland über Spenden zu beschaffen, damit die Klinik zeitnah mit der Fertigstellung eingerichtet und aktiv werden kann.

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Mit diesem Projekt tragen wir sehr dazu bei, dass Neugeborene nicht schon bei der Geburt in Lebensgefahr geraten oder gar schon sterben müssen. Wir hoffen natürlich sehr, dass sich genügend Spender für dieses Projekt finden lassen. Hierzu werden wir zunächst mit unseren Kontakten auf die unterschiedlichen Kliniken in Deutschland zugehen.
Selbstverständlich benötigen wir aber auch Geldmittel. Wer helfen möchte, kann unter dem Verwendungszweck „Kenema“ über folgende Bankverbindung spenden:

IBAN: DE 23 6415 0020 0003 2670 77
BIC: SOLA DES1 TUB

Wir bedanken uns bei allen Spendern ganz herzlich und werden über den Fortgang des Projektes regelmäßig berichten.

 

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