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Projekte in Gambia Projekt "Wasser für Kappa" Water is running now

Water is running now

Als wir diesen Satz hörten war es Realität: unser Brunnenprojekt im Dorf Kappa in Gambia konnte erfolgreich abgeschlossen werden. Das war bei diesem Projekt gar nicht so selbstverständlich. Voraus gingen viele Gespräche, Planungen, Überlegungen, Rückschläge. Schließlich sollte ein Agrargelände von 10.000 qm bewässert werden.
Bereits im Januar 2012 waren wir mit einer Gruppe vom Verein vor Ort in Kappa und hatten mit unserem Container den erforderlichen Maschendrahtzaun, Spanndrähte, ein Schweißgeräht und diverses Zubehör mitgebracht. Die Umzäunung ist notwendig, da viele der bisher hier angebauten Pflanzen von den freilaufenden Tieren gefressen wurden. Unsere "Bauleute für Zaunbau" haben dann ausgewählten Dorfbewohnern gezeigt, wie man einen stabilen Zaun errichtet, d.h. sie haben bei den ersten 100m Zaunlänge mitgearbeitet, die restlichen 300m zur Vervollständigung des gesamten Geländeumfangs haben dann die Leute vom Dorf selbst fertig gestellt. Inzwischen geben sie ihr erworbenes Wissen auch an Nachbardörfer weiter, ein weiterer Erfolg unseres Mottos "Hilfe zur Selbsthilfe".
wasser kappa

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Es hatte sich schnell gezeigt, dass dieses Gelände nicht vom mehreren hundert Meter entfernt befindlichen Dorfbrunnen (mit einer Handpumpe) bewässert werden kann und dass ein eigener Brunnen auf dem Gelände notwendig ist. Hierzu gab es, insbesondere auch bezüglich der finanziellen Unterstützung erste Gespräche mit einem Vertreter des Bildungsministeriums, der einen etwaigen finanziellen Beitrag in Aussicht stellte. Neben dem eigentlichen Brunnen sollten dann über das Gelände hinweg verteilte kleine Wasserreservoirs gebaut werden, die sternförmig vom Brunnen aus dann gefüllt werden können. Aus den Reservoirs kann dann Wasser geschöpft und auf der umliegenden Fläche verteilt werden. Soweit die Planung.
Wieder zurück in Deutschland gingen wir nun daran, Sponsoren für dieses Projekt zu finden. Hierzu nutzten wir alle zur Verfügung stehenden modernen Plattformen ebenso wie auch die bewährte persönliche Ansprache. Nach und nach bekamen wir so die Geldmittel zusammen, um an die Detailplanung und Realisierung des Bohrloches zu gehen. Im Oktober 2013 war es dann soweit. Wir waren vor Ort und konnten live mitverfolgen wie die Brunnenbaufirma ein Bohrloch bis in über 50 Meter Tiefe gebohrt hat. Alleine der Antransport und das Aufstellen des Bohrturms war ein eigenes Erlebnis.
Nun ging es um die Ausführung der geplanten Bewässerungsanlage als Ganzes. Vom Bildungsministerium wurden sämtliche im Erdreich zu verlegenden Zuleitungen sowie der
Bau der 9 Wasserreservoirs finanziert. Bei der Ausführung des künftigen Brunnens entstanden jedoch unterschiedliche Ansichten zwischen den Verantwortlichen im Dorf und uns, insbesondere auf die Auswirkungen der erforderlichen Finanzmittel. Hierzu gab es einen regen Gesprächs- und E-Mail-Austausch zwischen uns, dem Dorf und der Brunnenbaufirma. Letztendlich konnte man sich aber dann doch auf eine vernünftige und effiziente Lösung einigen.
Nachdem der gesamte Finanzbedarf bekannt war, haben wir auch hierfür wieder sehr intensiv nach Sponsoren geschaut. Dankenswerterweise haben wir dann im Laufe der Zeit auch alle Finanzmittel zusammen bekommen. Aber aufgrund der inzwischen aufgetretenen Ebola-Epidemie reiste im Jahre 2014 niemand von uns aus Sicherheitsgründen nach Westafrika, so dass wir in dieser Zeit auch unser Brunnenprojekt leider nicht weiter verfolgen konnten. Wir blieben jedoch ständig in Kontakt und wussten, dass zumindest die Zuleitungen und die Wasserreservoirs zwischenzeitlich fertiggestellt werden konnten.
Von Deutschland aus konnten wir auch die letzten Details für die Ausführung der Brunnenanlage mit den Ansprechpartnern in Gambia klären, sodass bereits vor unserer Ankunft am 15. April 2015 mit dem Bau begonnen werden konnte. Am 18.4. fuhren wir dann in das Dorf Kappa und konnten die fertige Brunnenanlage bestaunen. Auf einem Stahlgerüstturm befindet sich ein 2.000 Liter Tank, am Turm ist eine Solaranlage montiert, die den Strom für die am Boden befindliche Pumpe liefert. So kann der Tank stets gefüllt werden und dann das Wasser über das Gelände in die Wasserreservoirs geleitet werden. In einem symbolischen Akt wurde dann der am Turm befindliche Wasserhahn geöffnet und: "water is running now".
Wir möchten die Freude und den überschwänglichen Dank der Dorfbewohner gerne an unsere Sponsoren weitergeben, ohne deren Hilfsbereitschaft wäre dieses Projekt nicht zu realisieren gewesen.

 

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