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Aktuelles Newsletter Newsletter 01/13

Newsletter 01/13

Liebe Paten und Mitglieder des Vereins „Hilfe für West-Afrika e.V.“,

mit dem heute erstmalig erscheinenden Newsletter möchten wir Sie zeitnah über unsere Aktivitäten und Projekte informieren.

Containerlieferung nachGambia


Auch Ende 2012 konnten wir wieder einen Container mit Hilfslieferungen nach Gambia versenden. Da wir ab 1. Januar 2013 mit einer Gruppe Mitglieder/Freunde vor Ort waren, konnten wir das Entladen und Verteilen des Containerinhalts im Schulhof der Lamin Daranka School unmittelbar begleiten. Neben den zahlreichen Kleiderspenden waren u.a. containerlieferungauch wieder Krankenhausbetten, Matratzen, Hilfsgüter für Krankenstationen, Maschendrahtzäune und natürlich auch die zahlreichen Päckchen der Paten für ihre Patenkinder auszuladen; eine Aufzählung aller Sachspenden würde hier den Rahmen sprengen. Es war beeindruckend wie schnell die vielen einheimischen Helfer den 12 m langen Container entladen haben. Überaus groß war natürlich auch die Neugier und Vorfreude, für wen wohl all diese Dinge gedacht waren. Noch am Abend wurden die ausgeladenen Sachen projektbezogen auf 3 LKW geladen und abtransportiert. Somit war auch jedem aus der Gruppe schnell klar, welche Aufgaben auf uns in den nächsten Tagen zu kamen, damit wir die einzelnen Spendengüter an die Empfänger überreichen konnten. Die Patenpäckchen wurden in einem zur Schule gehörenden Lagerraum deponiert und an den folgenden Tagen an die Kinder überreicht. 


 

Kinder-Patenschaften

Inzwischen können wir stolz berichten, dass wir nun mehr als 300 Paten haben, die durch ihren Beitrag dafür sorgen, dass wir den zugeordneten Patenkindern das Schulgeld bezahlen können; hinzu kommen je 2 Schuluniformen und das tägliche warme Mittagessen. Im Bedarfsfall stellen wir auch eine medizinische Versorgung sicher. Unsere zum patenschaftenersten Mal mitreisenden Freunde erlebten hautnah die Freude und Dankbarkeit der Kinder, die überaus glücklich sind, in die Schule gehen zu dürfen. Jedes Schulkind hat damit die Chance, sich durch eine gute Schulausbildung die Grundlage für sich und die Familie zu schaffen, um dann ein besseres Leben führen zu können. Der Höhepunkt unserer Schularbeit war dann die Verteilung der mitgebrachten Patenpäckchen. Mit Neugier, Vorfreude  aber auch mit einer gewissen respektvollen Ernsthaftigkeit warteten die anwesenden Kinder, dass ihr Name aufgerufen wurde und sie das Päckchen in Empfang nehmen konnten. Sehr hilfreich waren auch wieder die sog. No-Name-Päckchen, die uns von zahlreichen Förderern unseres Vereins zur Verfügung gestellt wurden. Diese Päckchen werden hauptsächlich an die Kinder verteilt, für die kein eigenes Päckchen vom Paten vorhanden ist. Wir danken allen Paten und sonstigen Unterstützern für ihr Engagement und Hilfsbereitschaft. Ihre Hilfe kommt an, und die Dankbarkeit der Kinder möchten wir Ihnen hiermit auch weiter geben.


 

Kultivierung Ackergelände

Eine permanente Zielrichtung unserer Entwicklungshilfe ist u.a. die Unterstützung ländlicher Gemeinden bei der Kultivierung von Ackergelände. Hierzu gehört insbesondere das Einzäunen von Ackergelände, damit die Pflanzen wachsen können. Ansonsten werden die ungeschützt heranwachsenden Pflanzen i.d.R. von Tieren gefressen. Mit der kultivierung1Einzäunung wird die Lebensqualität einer Gemeinde nachhaltig verbessert, die Produkte werden im Dorf selbst verbraucht bzw. können auch auf dem Markt verkauft werden.

Im Januar 2012 haben wir dem Dorf Kappa (ca. 60km von unserer Schule und dem Ausbildungszentrum entfernt) einen Maschendrahtzaun von rd. 400m Länge im Container mitgebracht, der uns von der Firma WAFIOS gespendet wurde. Dazu hatten wir auch einen Generator für die Stromversorgung, ein Flex- und Schweiß-Gerät sowie die dazugehörenden Metallstangen und den Spanndraht mitgebracht. Unter der Anleitung unserer Bau-Experten Falko Steinhilber und Walter Kübler haben wir, zusammen mit den Einwohnern des Dorfes die ersten 100m des Zaunes erstellt. Dabei lernten ausgewählte Einwohner sowohl den Umgang mit Generator, Flex- und Schweiß-Gerät als auch den Aufbau der Stangen, das Anbringen des Zaunes und den Einsatz des Spanndrahtes. Die restlichen 300m Zaun zur Vervollständigung des Quadrates sollten dann gem. unserem Motto „Hilfe zur Selbsthilfe“ von den Einwohnern alleine fertiggestellt werden.

kultivierung2Wie groß war die Überraschung und Freude als wir mit einer kleinen Gruppe während der Regenzeit im August 2012 wieder nach Kappa kamen. Der Zaun war vollständig und professionell erstellt, das gesamte Ackergelände eingezäunt und wie wir anhand der angepflanzten Erdnuss- und Kohlpflänzchen sowie der heimischen Kasavawurzel feststellen konnten vorbildlich angelegt.

Im Januar 2013 brachten wir dann einen Maschendrahtzaun nach Dankunku (ca. 200 km vom Ausbildungszentrum entfernt). Zum Aufbau des Zaunes wird nun das in Kappa erworbene know-how herangezogen, in dem die entsprechenden Einwohner aus Kappa nach Dankunku kommen um hier mit den Einwohnern des Dorfes deren Zaun aufzubauen und damit auch das Gelernte weiterzugeben. Für uns ist das ein weiterer Beleg dafür (aber auch Motivation), dass Hilfe zur Selbsthilfe funktioniert, wenn man sie gezielt und zweckgebunden einsetzt sowie eine strenge Kontrolle der Nachhaltigkeit sicherstellt.


 

Projekt „Wasser für Kappa“


Nach der Umzäunung des Ackergeländes in 2012 haben die Frauen und Männer des Dorfes Kappa verschiedene saisonale Kulturen wie verschiedene Arten von Gemüse, Erdnüsse, Kasava (eine Art Süßkartoffel) angebaut. Vieles davon hat zur Verbesserung der Ernährungssituation und zu einem kleinen ökonomischen Nutzen beigetragen. Durch den Anbau der Chili-Pflanze können nun die Früchte an das Ausbildungszentrum des Vereins „Hilfe für West-Afrika e.V.“ verkauft werden, wo diese zur beliebten scharfen Soße zum Reisgericht weiter verarbeitet wird.

 

Das Projekt „Kultivierung Ackergelände“ ist in vollem Gange, aber die einzige und auch größte Einschränkung ist die Wasserversorgung für das Ackergelände in den 8 Monaten der Trockenzeit. Es gibt in unmittelbarer Nähe weder ein Bohrloch für einen Brunnen noch eine Handpumpe zur Wasserförderung. Vor der einzigen, relativ weit entfernt befindlichen und noch funktionierenden Hand-Wasserpumpe im Dorf stehen die Menschen immer wieder Schlange um Wasser für das Ackergelände zu bekommen, da die Pumpe zunächst für häusliche Zwecke von den Dorfbewohnern und von den Lehrern und Kindern in der Schule benutzt wird. Aber auch für die Tiere des Dorfes wird das Wasser dringend benötigt. Das für den Acker (10.000m2) geförderte Wasser muss dann letztendlich in Eimern in zu dem weiter entfernten Gelände getragen werden.

 

Um die dringendsten Bedürfnisse der Dorfbevölkerung, wie z.B. die land- und hauswirtschaftliche Befähigung der Frauen, eine qualitative und hochwertige Bildung für die Kinder und vor allem die Ernährungssicherheit für das Dorf sicher stellen zu können, wird hier dringend ein Bohrloch mit Handpumpe im Bereich des Ackergeländes benötigt.

 

Deshalb haben wir das neue Projekt „Wasser für Kappa“ gestartet. Bitte unterstützen Sie uns und damit die Menschen im Dorf Kappa, in dem Sie Ihre Spende unter dem Verwendungszweck „Wasser für Kappa“ an folgendes Bankkonto überweisen:
 

Kreissparkasse Mössingen
BLZ:     641 500 20
Konto: 3267077

Auch kleine Beträge helfen uns weiter. Wir werden dann regelmäßig über den Projektfortschritt hier berichten.

 

Ihre Spende können Sie steuerlich absetzen, bis 200€ genügt der Kontoauszug, für eine Spendenbescheinigung wenden Sie sich bitte an Rainer Kopf, Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. "> Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. oder telefonisch an Renate Müller, 07473-6981.

Unser Verein und alle Einwohner des Dorfes Kappa sagen herzlichen Dank für die Unterstützung.



Projekt „Marmeladenproduktion“

Unsere Produktion von Mango-Marmelade, Honig, Chili-Paste usw. in unserer Ausbildungsstätte bei der Lamin Daranka School läuft inzwischen schon eigenständig sehr gut, sofern wir die erforderlichen Beigaben, in der 

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Hauptsache die Marmeladengläser, bereitstellen können. Hierzu sind wir natürlich für die gespendeten Gläser bzw. Geldbeiträge äußerst dankbar.

 

Inzwischen hat sich unser Hilfsprojekt im Land schon etwas weiter herumgesprochen. In 2011 besuchte uns der Staatspräsident von Gambia in der Produktionsstätte bei Schule. Nachdem er sich neben den Produktionsmethoden auch von der Qualität der Marmelade persönlich überzeugen konnte, erwarb er käuflich den vorhandenen Bestand.

Bei unserem Besuch im August 2012 hatten wir zusammen mit 

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unserem Ansprechpartner vor Ort, Kalipha Jobe, einen Termin beim Handelsministerium. Das Ergebnis des Termins ist eine Projektvereinbarung mit dem Handelsministerium, nach der wir, mit finanzieller Unterstützung des Staates Gambia, in dennächsten 3 Jahren rd. 400 Menschen in unterschiedlichen Dörfern im Lande in der Marmeladenproduktion ausbilden müssen. Die laufenden Kosten sind damit gedeckt, für die Investitionen (Gläser usw.) sind wir jedoch weiter auf Spenden angewiesen.

 

Aber der stetige Fortschritt in diesem Projekt stimmt uns weiter zuversichtlich, dass auch hier langfristig die Hilfe zur Selbsthilfe Früchte tragen wird.

Skill-Center in Brikama

In unserem Ausbildungszentrum in Brikama werden junge Menschen u.a. im Nähen von Kleidung und Kreation von landestypischen Haartrachten ausgebildet. Ein bedeutender Schwerpunkt ist jedoch die Ausbildung am Computer. Hierfür haben wir in der Vergangenheit zahlreiche gespendete PCs und Monitore geliefert und installiert. Die erfolgreiche Ausbildung nach einem Lehrgang wird durch ein Zertifikat bescheinigt. Hiermit bieten wir den jungen Menschen eine weitere Möglichkeit ihre Bildung zu verbessern und dadurch ihre Erwerbschancen deutlich zu erhöhen.
skillcenterDa die Ausbildung tagsüber erfolgt und abends die Lehrräume unbenutzt sind, entstand die Idee, in den Abendstunden die Räumlichkeiten mit den IT-Geräten als ein Internet-Cafe für die Öffentlichkeit anzubieten. Da es im größeren Umkreis kein vergleichbares Angebot gibt, wurde unser Angebot von der Bevölkerung mit riesiger Begeisterung angenommen. An manchen Abenden stehen die Menschen sogar vor dem Gebäude Schlange um die Möglichkeiten des Internets nutzen zu können. Für die Nutzung der Räumlichkeiten und des Equipments wird eine geringe Gebühr erhoben, die es jetzt ermöglicht, dass damit einige Nebenkosten (u.a. Miete und Strom) durch die Einnahmen gedeckt werden können. Ziel ist es nun, den Ertrag des Ausbildungszentrums durch zunehmende Effizienz und Effektivität weiter zu erhöhen, damit in Zukunft auch die erforderlichen Ersatzinvestitionen selbst getragen werden können. Und wiederum haben wir hier einen Beleg dafür, dass Hilfe zur Selbsthilfe überaus erfolgreich sein kann.

Wie in vielen zentralafrikanischen Ländern üblich, so wird auch in unserem Ausbildungszentrum unangekündigt immer wieder die Stromversorgung stundenweise unterbrochen. Dabei kommt es dann immer mal wieder vor, dass dabei ein PC so beschädigt wird, dass eine Weiterverwendung nicht mehr möglich ist. Deshalb sind wir hier noch auf weitere Spenden angewiesen, damit wir die erforderliche Anzahl für einen wirtschaftlichen Betrieb im Ausbildungszentrum gewährleisten können.

 
 

Ausblick

Auch Anfang 2014 werden wir mit einer Gruppe aus Mitgliedern und Freunden des Vereins wieder vor Ort in Gambia sein. Wie üblich wird auch wieder vorher ein Container gefüllt und versandt. Und wie üblich werden wir weiter intensiv an unseren Projekten arbeiten und Sie informieren.

Mit diesem Newsletter haben wir Ihnen einen ersten kurzen Einblick in die aktuellen Projekte und Themen gegeben. Weiterführende Informationen erhalten Sie wie bisher auch über unsere Internetseite:

www.hilfe-fuer-westafrika.de

und auf unserer Facebook-Seite:

www.facebook.de/HilfeFuerWestAfrika.

 

Seit kurzem informieren wir auch über Twitter: HelpWestAfrica.

Da wir ständig bestrebt sind, die Informationsqualität und –quantität zu verbessern und an Ihren Belangen auszurichten, bitten wir Sie, uns Ihre Eindrücke, Änderungs- und Verbesserungsvorschläge oder sonstige Hinweise mitzuteilen.

Da wir auch künftig unsere Projekte nur mit Ihrer Hilfe und Unterstützung durchführen können, bitten wir Sie auch weiterhin um Ihre Spenden.

Geben Sie bitte den Newsletter auch an Freunde, Kollegen, Bekannte usw. zur Information weiter, gerne stehen wir Ihnen auch für direkte Gespräche zur Verfügung.

 

Wir bedanken uns bei Ihnen ganz herzlich für Ihre Unterstützung auch im Namen der Menschen in Gambia.

 

Ihr „Verein Hilfe für West-Afrika e.V.“

Renate Müller               Rainer Kopf

 

 

 

Spendenkonto

Helfen Sie uns durch Spenden
Jeder Euro kommt an

Bankverbindung:

Kreissparkasse Mössingen
BLZ 641 500 20
KontoNr 3267077

IBAN DE23641500200003267077
BIC SOLADES1TUB